Laws of Form
Zum Werk von Peter Deglow
27.08.2025 7 min
Zusammenfassung & Show Notes
Peter Deglow wird hier nicht nur als Maler vorgestellt, sondern entscheidend auch als Ingenieur. Diese duale Identität bildet den Kern des konzeptuellen Rahmens der Ausstellung. Der Titel der Ausstellung, „Laws of Form“, ist bewusst doppeldeutig gewählt. Er verknüpft den Begriff sowohl mit der Kunst als auch mit einem spezifischen mathematischen System, das aufgrund seiner Besonderheiten hervorragend zum Sujet und zum Künstler passt.
Die besondere Bedeutung der doppelten Identität des Künstlers als Maler und Ingenieur ist nicht nur eine biografische Randnotiz; sie prägt vielmehr das konzeptionsbezogene Fundament der gesamten Ausstellung. Die Denkweise eines Ingenieurs ist von Natur aus strukturiert, analytisch und befasst sich häufig mit Systemen und grundlegenden Prinzipien. Im Gegensatz dazu ist die Denkweise eines Malers intuitiv, expressiv und befasst sich mit Form, Farbe und Emotion. Die Vereinigung dieser beiden Denkweisen in einer Person ermöglicht einen einzigartigen Zugang zur Abstraktion, der sowohl konzeptionell rigoros als auch zutiefst intuitiv ist. Diese doppelte Identität befähigt Deglow, die scheinbar disparaten Welten von Kunst und Mathematik zu verbinden. Seine Werke gehen über bloße ästhetische Äußerung hinaus und münden in eine tiefere philosophische Untersuchung der Natur der Realität selbst, wie sie durch Spencer-Browns System erforscht wird. Dies ist somit nicht nur ein Künstler, der ein Konzept verwendet; es ist ein Künstler, dessen gesamtes Wesen den interdisziplinären Dialog verkörpert und eine einzigartige Perspektive auf die „Laws of Form“ bietet.
Die besondere Bedeutung der doppelten Identität des Künstlers als Maler und Ingenieur ist nicht nur eine biografische Randnotiz; sie prägt vielmehr das konzeptionsbezogene Fundament der gesamten Ausstellung. Die Denkweise eines Ingenieurs ist von Natur aus strukturiert, analytisch und befasst sich häufig mit Systemen und grundlegenden Prinzipien. Im Gegensatz dazu ist die Denkweise eines Malers intuitiv, expressiv und befasst sich mit Form, Farbe und Emotion. Die Vereinigung dieser beiden Denkweisen in einer Person ermöglicht einen einzigartigen Zugang zur Abstraktion, der sowohl konzeptionell rigoros als auch zutiefst intuitiv ist. Diese doppelte Identität befähigt Deglow, die scheinbar disparaten Welten von Kunst und Mathematik zu verbinden. Seine Werke gehen über bloße ästhetische Äußerung hinaus und münden in eine tiefere philosophische Untersuchung der Natur der Realität selbst, wie sie durch Spencer-Browns System erforscht wird. Dies ist somit nicht nur ein Künstler, der ein Konzept verwendet; es ist ein Künstler, dessen gesamtes Wesen den interdisziplinären Dialog verkörpert und eine einzigartige Perspektive auf die „Laws of Form“ bietet.
Peter Deglow wird hier nicht nur als Maler vorgestellt, sondern entscheidend auch als Ingenieur. Diese duale Identität bildet den Kern des konzeptuellen Rahmens der Ausstellung. Der Titel der Ausstellung, „Laws of Form“, ist bewusst doppeldeutig gewählt. Er verknüpft den Begriff sowohl mit der Kunst als auch mit einem spezifischen mathematischen System, das aufgrund seiner Besonderheiten hervorragend zum Sujet und zum Künstler passt.
Die besondere Bedeutung der doppelten Identität des Künstlers als Maler und Ingenieur ist nicht nur eine biografische Randnotiz; sie prägt vielmehr das konzeptionsbezogene Fundament der gesamten Ausstellung. Die Denkweise eines Ingenieurs ist von Natur aus strukturiert, analytisch und befasst sich häufig mit Systemen und grundlegenden Prinzipien. Im Gegensatz dazu ist die Denkweise eines Malers intuitiv, expressiv und befasst sich mit Form, Farbe und Emotion. Die Vereinigung dieser beiden Denkweisen in einer Person ermöglicht einen einzigartigen Zugang zur Abstraktion, der sowohl konzeptionell rigoros als auch zutiefst intuitiv ist. Diese doppelte Identität befähigt Deglow, die scheinbar disparaten Welten von Kunst und Mathematik zu verbinden. Seine Werke gehen über bloße ästhetische Äußerung hinaus und münden in eine tiefere philosophische Untersuchung der Natur der Realität selbst, wie sie durch Spencer-Browns System erforscht wird. Dies ist somit nicht nur ein Künstler, der ein Konzept verwendet; es ist ein Künstler, dessen gesamtes Wesen den interdisziplinären Dialog verkörpert und eine einzigartige Perspektive auf die „Laws of Form“ bietet.
Die besondere Bedeutung der doppelten Identität des Künstlers als Maler und Ingenieur ist nicht nur eine biografische Randnotiz; sie prägt vielmehr das konzeptionsbezogene Fundament der gesamten Ausstellung. Die Denkweise eines Ingenieurs ist von Natur aus strukturiert, analytisch und befasst sich häufig mit Systemen und grundlegenden Prinzipien. Im Gegensatz dazu ist die Denkweise eines Malers intuitiv, expressiv und befasst sich mit Form, Farbe und Emotion. Die Vereinigung dieser beiden Denkweisen in einer Person ermöglicht einen einzigartigen Zugang zur Abstraktion, der sowohl konzeptionell rigoros als auch zutiefst intuitiv ist. Diese doppelte Identität befähigt Deglow, die scheinbar disparaten Welten von Kunst und Mathematik zu verbinden. Seine Werke gehen über bloße ästhetische Äußerung hinaus und münden in eine tiefere philosophische Untersuchung der Natur der Realität selbst, wie sie durch Spencer-Browns System erforscht wird. Dies ist somit nicht nur ein Künstler, der ein Konzept verwendet; es ist ein Künstler, dessen gesamtes Wesen den interdisziplinären Dialog verkörpert und eine einzigartige Perspektive auf die „Laws of Form“ bietet.
Transkript
Herzlich willkommen! Heute nehmen wir uns
die Arbeit des deutschen Künstlers Peter
Deglow vor. Basis ist eine Analyse seiner
Ausstellung »Laws of Form« von Dr.
Brigitte E. S. Jansen. Das wirklich
Spannende daran, Deglow ist nicht nur
Maler, er ist auch Ingenieur. Wie passt
denn das zusammen? Ja, genau das ist
eigentlich der Kern. Die Ausstellung, auch
der Titel Laws of Form, die spielen ganz
bewusst mit dieser Dualität. Es geht um
die Schnittstelle, also zwischen
intuitiver Kunst und diesem sehr
strukturierten, fast logischen Denken. Das
wollen wir heute mal beleuchten. Okay,
packen wir das mal aus. Unsere Aufgabe für
Sie ist es also nachzuvollziehen, wie
Deglos abstrakte Kunst, die hat ja Wurzeln
im formell, im abstrakten Expressionismus,
wie die eine ganz neue Dimension bekommt.
Eben durch dieses Konzept Laws of Form von
George Spencer Brown. Deglos Stil, der
erinnert ja erstmal stark an die
Nachkriegsmoderne, oder? Viel Spontanität,
gestische Malerei, das Unbewusste als
Quelle, er spricht ja auch selbst von
Automatismus. Einem Schaffen aus der
eigenen Tiefe, das klingt schon sehr nach
dieser eruptiven Energie, die man
vielleicht vom Actionpainting kennt.
Richtig, Dennard steht absolut in dieser
Tradition, das Haptische, das Materielle
vom Europäischen informell stimmt, aber
auch der Fokus auf das Selbst, also auf
diese universellen Quellen wie im
amerikanischen abstrakten Expressionismus.
Doch jetzt kommt der Clou sozusagen. Er
verknüpft diese intuitive Herangehensweise
ganz explizit mit George Spencer Browns
Laws of Form. Okay, Laws of Form. Im Kern
geht es da um was ganz Fundamentales. Den
Akt der Unterscheidung. Die Idee ist
bestechend einfach. Sobald Sie eine Grenze
ziehen, irgendein Zeichen setzen und sei
es nur ein winziger Punkt auf einem leeren
Blatt, entsteht etwas. Aus dem Nichts. Sie
schaffen einen Unterschied, definieren ein
Innen, ein Außen. Sozusagen. Moment mal,
aber wie passt denn so eine formale, ja
fast mathematische Idee dieser
Unterscheidung zu einem Prozess, den de
Glow selbst als intuitiv beschreibt, als
automatisch? Ist das nicht ein
Widerspruch? Genau, das ist das
Faszinierende. Und vielleicht ist das der
Punkt, wo der Ingenieur in ihm durchkommt.
De Glow sieht da nämlich keinen
Widerspruch, eher eine tiefere Verbindung.
Die leere Leinwand ist für ihn quasi der
unmarkierte Zustand. Spencer Browns
nichts. Und jeder Pinselstrich, jede
Farbe, die er setzt, ist dann eine solche
Unterscheidung. Sie schafft Form,
Differenz, Bedeutung. Sein scheinbar rein
intuitiver Prozess wird so zur direkten
Anschauung dieser Grundidee. Er nennt das
ja auch permanente Unterscheidungen. Das
wird jetzt wirklich interessant. Können
wir das vielleicht an einem Werk
festmachen? Wie wäre es mit Tree of Life?
Ah ja, perfekt dafür. Sie sehen ja sofort,
die Leinwand ist ganz klar zweigeteilt.
Blutrot auf der einen Seite, Wasserblau
auf der anderen. Getrennt durch eine
scharfe vertikale Linie. Stimmt. Das ist
die fundamentale Unterscheidung in
Reinform sozusagen. Und aus diesen klar
getrennten Feldern wächst dann diese
Baumsilhouette heraus. Sie überbrückt die
Grenze. Spencer Brown hat ja auch
formuliert, wie Wiederholung wirkt.
Manchmal ändert sie nichts, das Gesetz des
Rufens, manchmal transformiert sie, das
Gesetz des Überquerens. Ja, hier
transformiert die Teilung den Raum
radikal. Aus dieser simplen Grenzziehung
entsteht plötzlich Komplexität, Symbolik,
Leben. Das Gegensätze verbindet. Ganz im
Sinne von Spencer Brown. Oder bei Spin,
das Werk beschäftigt sich ja sogar mit
Teilchenphysik. Ja, bei Spin, da wird die
Verbindung noch... abstrakter, noch
fundamentaler vielleicht. Es visualisiert
ja Verflechtung, Auflösung, unsichtbare
Energien, spielt auf Quantentheorien an,
Stringtheorien vielleicht sogar. Das ist
wie eine Parallele zu Spencer Browns
Logik, aber auf kosmischer Ebene. Wie
entsteht Struktur aus dem Nichts? Wie
interagieren Elemente an den Grenzen
unserer Wahrnehmung? Hier sehen wir
vielleicht auch Spencer Browns Idee des
Wiedereintritts. Reentry nennt er das am
Werk. Wiedereintritt? Ja, wenn eine
getroffene Unterscheidung zur Bedingung
für die nächste wird. Dadurch entsteht
dann Zeit, Selbstbezug, Komplexität.
Ähnlich wie DeGloia durch wiederholtes
Eingreifen die Leere füllt, Schicht um
Schicht Bedeutung erzeugt. Es ist fast
eine visuelle Hypothese über die
Grundstruktur der Realität. Was heißt das
nun für Sie als Betrachter, wenn Sie vor
so einem Bild stehen? Nun, Deglos Kunst,
die fordert Sie heraus, aktiv zu werden.
In dieser Abstraktion, in diesem
scheinbaren Chaos oder der Leere fangen
Sie ja unweigerlich an, Selbstmuster zu
suchen. Sie treffen Ihre eigenen
Unterscheidungen. Sie werden Teil dieses
Prozesses der Sinnstiftung quasi.
Vielleicht erkennen Sie darin auch das,
was Deglo innere menschliche Landschaften
nennt, also Spannungen, Ruhe, Dynamik. Es
geht darum, selbst eine Ordnung zu finden
oder zu erschaffen. Das Anschauen wird zum
Dialog. Gut. Fassen wir mal zusammen.
Peter Deglers Werk ist also deutlich mehr
als nur abstrakte Malerei. Indem er seine
Perspektiven, Ingenieur und Künstler
zusammenführt und die Laws of Form als
Denkfigur nutzt, wird seine Kunst zu einer
Art Erkundung. eine Erkundung der
Wirklichkeit, der Wahrnehmung und wie wir
durch diesen einfachen Akt des
Unterscheidens Bedeutung generieren. Es
zeigt wirklich eindrücklich, wie
künstlerische Intuition und ein logisches
System sich eben nicht ausschließen
müssen, sondern sich gegenseitig
befruchten können. Um über ganz
grundlegende Fragen nachzudenken über
Sichtbares und Unsichtbares, Bewusstes,
Unbewusstes und wie eben aus einfachsten
Setzungen komplexe Welten entstehen
können. Und damit geben wir Ihnen noch
eine letzte Anregung mit auf den Weg. Zum
Weiterdenken. Wenn jeder Pinselstrich eine
Unterscheidung ist, die eine Welt
erschafft, welche Unterscheidungen treffen
Sie denn jeden Tag? Bewusst oder
vielleicht auch unbewusst? Und wie formen
diese Ihre ganz eigene Realität?